Montag, 30. April 2012

M&M Shop in London


Wer kann sich noch an Zeiten erinnern, an denen es ‚Treets’ gab, die Erdnüsse im Schokoladenmantel, die mit Einführung von M&Ms allmählich komplett aus den Regalen der Geschäfte verschwanden? Alles hat wohl seine Zeit, und M&Ms hat mit Sicherheit noch immer seine Zeit, vor allem wenn man den M&M-‚Tempel’ sieht, der seit ein paar Monaten an Londons Leicester Square steht.

Man kann sich denken, dass die Preise den Örtlichkeiten entsprechen, die Faszination, die von diesem Ort bunter Schokoladenkultur ausgeht, zieht einen jedoch in den Bann. Auf mehreren Etagen verteilt wird einem alles angeboten, was auch nur im entferntesten mit M&Ms zu tun hat: alle möglichen farblichen Sortierungen, ansprechend verpackt, Taschen und Rucksäcke mit M&M-Konterfei, Anhänger und was einem sonst noch einfallen mag. Schon der Eingang durch einen der alten roten Stadtbusse wirkt imposant. Riesige M&M-Männchen im Untergeschoß, auf die man von allen Etagen des Gebäudes Sicht hat, erinnern an das berühmte Beatles-Album, auf dem man die vier Pilzköpfe einen Zebrastreifen der Abbey Road überqueren sieht, was ihnen die M&M-Männchen gleichtun - amüsante Anspielung auf die bekannten Musiker.



Der alte Doppeldecker in typischem Rot steht
 direkt am Eingang des M&M-Geschäftes.


Auf mehreren Stockwerken verteilt findet man hier
alles, was das M&M-Schokoladen-Herz begehrt.


Botschafter des guten Schokoladen-
Geschmackes: M&M-Männchen


M&M-Ritter in Uniform.


Hier findet sich der Kern des Geschäftes:
M&Ms in allen Farbtönen

Sonntag, 15. April 2012

Blick in eine schwedische Bäckerei

Als erstes fallen mir die Riesen-Zimtschnecken auf, die geschickt im Schaufenster der Bäckerei platziert sind, als ich durch die Straßen von Göteborg bummele. Normalerweise hätte mir ein rascher Blick in die Auslage genügt, um mir einen allgemeinen Überblick ihres Angebotes an Leckereien zu verschaffen. Ja richtig, das ist es, von dem meine schwedische Freundin Gabriela immer spricht und was sie von zu Hause vermisst. Ich erinnere mich auch an die amerikanischen Zimtschnecken aus dem USA-Urlaub, die mit viel leckerem ‚Icing’ bedeckt sind, der zuckersüßen, sehr leckeren Puderzuckerschicht.

Normalerweise haben schwedische Zimtschnecken nicht dieses Format - auf einem normalen Teller, nicht einem Kuchenteller, füllt sie problemlos den ganzen Platz aus. Eigentlich hatte ich nicht geplant, hier einen Stop einzulegen, kann mich der enormen Anzugskraft, die von diesen Zimtschnecken ausgeht, aber nicht erwehren. Ich betrete die Bäckerei, die gleichzeitig ein Café ist, und entdecke auf dem Weg noch weitere Leckereien im schwedischen Stil. ‚Hallon paj’ (Himbeerkuchen) lacht mich neben ‚Rabarber & Jordgubbspaj’, ‚Choklad-cheesecake’und ‚Äpplekaka’ an. Was sich hinter ‚Kladdkaka’ oder ‚Lyxkladdkaka’ verbirgt, kann ich nicht so einfach erraten. Auch an hausgemachten Keksen gibt es ein reichhaltiges Angebot: Hallongrotta (Hallon ist wieder Himbeer), Biscotti, GI-Kaka, Choklad- & Jordnöttsgrotta neben leckeren Meringuen lachen mir entgegen. Doch ich bin aus einem ganz bestimmten Grund hier, den ich nicht aus den Augen verloren habe, schließlich liegen die Riesen-Zimtschnecken auch in der Bäckerei großzügig aus, wodurch ich darauf schließe, dass es sich dabei um das umsatzstärkste Produkt des Hauses handeln dürfte.

Es herrscht Selbstbedienung, so dass ich meine Zimtschnecke an der Kasse bezahle und mit an den Tisch nehme. Bevor ich mit einem herzhaften Biss in den leckeren Hefeteig meinen Appetit stillen kann, mache ich noch rasch ein Foto und lege dazu mein Brillenetui daneben - dadurch kann man sich auch im Nachhinein leichter die wirklichen Größenverhältnisse vorstellen; ohne Übertreibung hat die Zimtschnecke dreimal die Breite meines Brillenetuis, wenn nicht gar etwas mehr.

Mit einem beherzten Griff packe ich das gute Stück in beide Hände und beiße hinein. Ein Foto genügt schließlich für die Daheimgebliebenen. Ich weiß sofort, dass es mir unmöglich sein wird, es auf einmal zu essen, was für eine absurde Idee. Dennoch, der Genuss ist himmlisch, es geht nichts über einen lockeren Hefeteig und ein perfekt abgestimmtes Zimt-Zucker-Gemisch. In stiller Zufriedenheit esse ich genüsslich vor mich hin und gebe nach 2/5 auf; halt, selbstverständlich habe ich keinesfalls die Absicht, auch nur einen Krümel der Leckerei zurückzulassen - an der Kasse lasse ich mir eine Tüte geben und nehme den Rest des Monstrums mit, der zu einem späteren Zeitpunkt (morgen) gegessen werden will.

Das Schaufenster der Bäckerei - nie im Leben
habe ich Zimtschnecken in dieser Größe gesehen.

Kleine Auswahl an Kuchen - im
Schwedischen ‚kaka’ (cake) oder ‚paj’ (pie).

Da ist das Auge mit - das Angebot an
hausgemachten Keksen ist phantastisch.

Das wahre Glück: eine Zimtschnecke in Riesen-
format, zum Größenvergleich daneben das Brillenetui.