Montag, 26. September 2011

Die Kunst des wahren Kaffeegenusses



Für manche gilt ein Espresso als Ausdruck wahrer Kaffee-Leidenschaft, für andere ist der Cappuccino das Nonplusultra. Italiener sind wohl die wirklichen Meister ihrer Klasse und glänzen nicht nur mit ihrem Können als Barista, was in Italien glücklicherweise ein richtiger Beruf ist, sondern auch in der Kunst, durch geschicktes Unterheben der Milch in den perfekten Espresso wunderschöne Bilder zu zaubern.



Welcher Kaffeeliebhaber kann da schon nein sagen?



Dieser Cappuccino zaubert ein Lächeln auf
das Gesicht eines jeden Genießers.
  

Originell: Japanische Comic-Figuren schmücken
den Milchschaum dieses hervorragenden Cappuccinos

Freitag, 23. September 2011

Schokolade im Museum



Mein Besuch im Schokoladenmuseum Köln liegt schon einige Zeit zurück, ist mir aber noch immer besonders präsent - nicht ungewöhnlich, wenn man bedenkt, worum es sich bei dieser Ausstellung genau handelt.

Gleich an der Kasse bekomme ich mein erstes Stück Schokolade - hergestellt von einer der kleinen Produktionsanlagen im Museum, die die Arbeitsweise veranschaulichen sollen; das ist ein guter Anfang. Gleichzeitig erspähe ich den Museumsshop - Schokolade so weit das Auge reicht.
Voller Vorfreude mache ich mich auf den Weg ins Innere des Museums - ich kann es kaum erwarten. Die ausgestellten Exponate enttäuschen nicht, allerdings nimmt mein Appetit auf Schokolade rasch zu. Vorsichtig sehe ich mich um, ob denn nicht noch mehr Schokolade zum Kosten angeboten wird - vergeblich!
 
Nun gut. Es geht weiter, vorbei an Schokoladen-Gußformen und wunderschönen Schokoladeneiern zu Ostern, kunstvoll gestaltete Gegenstände, die sicherlich ein Vermögen kosten. Das Museum legt besonderen Wert darauf, auch die gesamte Geschichte der Schokolade von ihren Anfängen bis zur heutigen Zeit mit Produktbeispielen und Herstellungsmethoden darzustellen. Teil der Ausstellung ist daher auch kostbares Porzellan und Silberschalen sowie deren südamerikanische Entsprechung aus früheren Jahrhunderten, aus denen die Schokolade getrunken wurde.

   Der berühmte Schokoladenbrunnen des Kölner Schokoladenmuseums

Mein Heißhunger auf Schokolade wird immer stärker. Ich verstehe jetzt, warum es den Schokoladen-Museums-Laden gibt - nach einer Stunde Schokolade in allen Versionen kann man nicht anders als zuzuschlagen.
Begeistert entdecke ich einen wunderschönen, drei Meter hohen Schokoladenbrunnen, der eine besondere Attraktion des Museums ist und von dessen Existenz ich natürlich vorher schon gehört habe. Brav stelle ich mich an, damit mir die freundliche Museumsmitarbeiterin ein Stück Waffel reichen kann, das sie vorher in flüssige, wunderbar warme Schokolade eingetaucht hat. Phantastisch. Darf ich mich noch einmal anstellen? Ich bin mir sicher, dass der Schokoladenbrunnen allein deshalb so gut gesichert ist, weil sich die Leute sonst - in Ermangelung anderer direkter Schokoladenquellen - darauf stürzen würden. Aber eine zweite kleine Waffel geht doch sicherlich in Ordnung, oder?

Stollwerck Schokolade 1890
 - vorheriger Partner des Museum war der 
Kölner Schokoladenhersteller Stollwerck

Neben Vitrinen mit alten und neuen Verpackungen ihrer Schokoladen habe ich nach eine Weile alles gesehen - die besonders gestalteten Ostereier könnte man auch in einem Showroom finden, und wenn ich genau darüber nachdenke, bin ich hier wohl in einem gelandet.

Als ich tatsächlich überall gewesen bin, auch mehrfach, und gleichzeitig klar ist, dass ich nirgendwo mehr ein weiteres Stückchen Schokolade zum Probieren bekommen kann - auch nicht an der Miniproduktionsanlage, dem Showobjekt, an dem die Herstellung von Schokolade und deren Verpacken genau gezeigt wird (entsprechend muss man sich wohl die Herstellung von Schokoladentafeln vorstellen, aber das sind Gedanken, die mich in diesem Augenblick schon nicht mehr interessieren) -, gibt es nur noch einen Weg: den zum Ausgang und somit direkt in den Schokoladenladen.

Mein Heißhunger auf Schokolade bringt mich dazu, dunkle Schokolade zu kaufen - und das ich, die ich sonst fast nur Milchschokolade esse, vielleicht auch mal Maracaibo (55,5%) von Hachez, auch sehr zu empfehlen. (Wie ich auf die dunkle Schokolade gekommen bin, kann ich nachträglich nicht mehr sagen.)


Fazit: Ein tolles Museum - alleine schon ein Museum mit dem Thema Schokolade zu konzipieren finde ich phantastisch, aber für das Eintrittsgeld hätten ein paar mehr Kostproben nicht geschadet.


Anmerkung: dass sich in der Zwischenzeit einiges getan hat, kann ich auch auf der Homepage www.schokoladenmuseum.de sehen. Inzwischen gibt es auch ein Museumscafé, das mit wundervollen Variationen von Schokoladen-Törtchen wirbt; auch gibt es interessante Events, ‚Wein&Schokolade’, After-Work-Tasting, Kindergeburtstage im Schokoladenmuseum, Kurse zum Thema Pralinen u.v.m.
Auch eine Sonderausstellung ‚Forschen für den Genuss - 60 Jahre Lebensmittelchemisches Institut’ wird angeboten.

Seit einigen Jahren ist Lindt & Sprüngli neuer Partner des Museumsbetreibers, der Schokoladenmuseum Köln GmbH, und ersetzt die Firma Stollwerck, so dass deren Produkte auch im Museumsladen erworben werden können.

Ich denke, es wird Zeit, wieder einmal nach Köln zu fahren.